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Wer in Sri Lanka seinen Urlaub verbringt, sollte mindestens einen dieser Gärten besuchen. Es ist wirklich interessant zu sehen, wie ein Zimtbaum aussieht, wie Ingwerpflanzen riechen oder wie Pfefferkörner an der rankenden Pflanze reifen. Weil sich eins mit dem anderen verbinden lässt und der Anbau von Gewürzen zudem für Touristen eine Attraktion darstellt, gibt es in Sri Lanka viele kleine und große Gewürzgärten.
Meist sind den Gärten kleine Verkaufsstätten angegliedert, in denen Gewürze und Pflanzenrohstoffe feilgeboten werden
.
Kakaobohnen
Zunächst aber sehen wir beim Rundgang durch den Garten erstmals einen Jackfrucht-Baum ganz aus der Nähe.Ein paar Meter weiter wird uns eine Kakaobohne gezeigt. An einer Rankhilfe sehen wir eine Vanillepflanze.
Der Guide drückt uns ein paar bröckelige Stangen in die Hand: Zimt.
Heimat des Zimt
Zimt
Seit Jahrtausenden werden Sri Lankas´ Gewürze als Konservierungsmittel, Arzneien, magische Zaubertränke, zur Erfrischung, Aromatherapie, als Parfums, Aphrodisiaka und nicht zuletzt zum Würzen der Speisen verwendet. So wurde die Insel als Heimat der begehrtesten Gewürze der Welt bekannt.
Auch heute noch ist Sri Lanka bekannt für Zimt, Kardamom, Pfeffer, Nelken und Muskat. Zimt und Kardamom haben ihren Ursprung auf der Insel - nachweislich kommt der echte Zimt aus Sri Lanka, was sein Name, lateinisch Cinnamomum Zeylanicum, zu deutsch ceylonesisches Zimt, bestätigt.
Muskatnuss
Die Zimtschäler arbeiten gewöhnlich in Gruppen bestehend aus zwei bis drei Familien, von denen viele aus der Chalai Kaste stammen, deren Vorfahren im 13. Jahrhundert speziell für diese Arbeit aus Indien kamen. Entgegen der irrtümlichen Vorstellung wird Zimt nicht aus riesenhaften Bäumen geschabt, sondern stammt aus winzigen Trieben, deren Stämme etwa fünf Zentimeter Durchmesser haben. Diese werden ungefähr 15 Zentimeter vor dem Erdboden geschnitten, um das Nachwachsen zu garantieren. Innerhalb einiger Jahre gedeihen diese wieder zu erntefähigen Trieben.